Dieses erfolgreiche Kundenprojekt zeigt, wie sich eine Unternehmensvision durch einen konsequenten AI First Ansatz in eine funktionierende User Experience übersetzen lässt – ein Benchmark für die nahtlose Verknüpfung von fundierter AI-Strategie und erfolgreicher Implementierung in innovativen Design Projekten.

Warum der mymuesli-Mixer eine neue User-Experience brauchte
In einem herausfordernden E-Commerce-Umfeld begann für mymuesli mit einem neu aufgestellten Management-Team eine wichtige Transformationsphase. Als zentraler Hebel erwies sich dabei das digitale Herzstück der Marke: der individuelle Müsli-Mixer. Nach mehreren Technologie- und Systemwechseln in der Vergangenheit war der bestehende Konfigurator vom gewohnten mymuesli-Branding abgerückt. Für die Kundschaft fühlte sich die Anwendung wie ein separates Produkt an, was die User Experience und die Markenbindung erschwerte. Das Ziel für den Relaunch: UX und Technologie sollten wieder nahtlos ineinandergreifen, um das digitale Erlebnis für die Nutzer:innen intuitiver und für das Unternehmen agiler gestaltbar zu machen.
Um das Potenzial der Müsli-Eigenkreationen und personalisierbaren Dosen – ob für den täglichen Bedarf oder als beliebtes Geschenk – wieder voll auszuschöpfen, traf das Unternehmen eine zukunftsweisende Wahl. Das gesamte Relaunch-Projekt wurde konsequent „AI first“ aufgesetzt, da dies der einzige Weg war, die ehrgeizige Vision in maximaler Effizienz und Geschwindigkeit zu realisieren. Das Ziel des Managements ist klar: mymuesli positioniert sich über die reine Shop-Funktion hinaus als innovative, Tech-driven Food Brand. Als Partner für umfassende AI-Beratung im E-Commerce begleitete Etribes diesen Weg von der ersten strategischen Idee bis zum Live-Gang.

Die UX-Transformation des mymuesli-Mixers
Die rein funktionale Ebene des Müsli-Mixens reichte nicht mehr aus, um die Nutzer:innen langfristig zu binden. Ein zentrales Problem der bisherigen mobilen UX war die sogenannte „Decision Paralysis“: Beim endlosen Scrollen durch über 80 Zutaten verloren die User auf dem Smartphone schnell den Überblick über den Preis und das ideale Mixverhältnis. Außerdem fehlte dem Mix-Vorgang die nötige Flexibilität – das nachträgliche Ändern oder Löschen von Zutaten war kompliziert und führte oft zu Usability-Problemen.
Der Anspruch an das Re-Design war klar: Transparenz und Flexibilität mussten radikal erhöht werden. Statt starrer Fehlermeldungen führen nun smarte Nudges durch den Mix-Prozess. Ein dynamischer Balken visualisiert zudem jederzeit das aktuelle Mixverhältnis und den Preis. Doch der neue Mixer sollte nicht nur alte Hürden abbauen, sondern Bedarfe durch eine moderne User Experience aktiv wecken.
Der größte Hebel der UX-Transformation war die Einführung einer neuen Storytelling-Komponente, die das Prinzip von Social Media in den E-Commerce überträgt. Ähnlich wie bei Instagram Stories navigieren die Kund:innen durch interaktive Themenwelten, die adaptive Inspiration bieten.
mymuesli lieferte strategische Use Cases, die unsere Expert:innen für AI-gestütztes UX Design anschließend systematisch in ein funktionales Nutzererlebnis übersetzten:
1. Influencer Stories für personalisierbare Empfehlungen
Innerhalb der neuen mymuesli Influencer Stories können Nutzer:innen beispielsweise den Lieblings-Müsli-Mix eines Influencers direkt in ihren Warenkorb übernehmen. Gleichzeitig bleibt die Individualität gewahrt: Unerwünschte Zutaten lassen sich unkompliziert durch den Konfigurator austauschen.
2. Community Stories für datengetriebene Trends
Der Bereich der Community Stories zeigt transparent, welche Zutaten in der aktuellen Woche am beliebtesten sind oder welche fertigen Mixe von der mymuesli-Community am häufigsten bestellt wurden.
3. Health & Seasonal Stories für anlassbezogenen E-Commerce
Mit den Formaten der Health & Seasonal Stories geht die Food Brand mymuesli gezielt auf gesundheitliche Schwerpunkte oder saisonale Ereignisse wie Ostern und Weihnachten ein.
Mit diesem Shift von einem reinen Konfigurator hin zu einer Social Experience verfolgt das Projekt klare Ziele: Die neuen Interaktionsmöglichkeiten sollen die Verweildauer signifikant erhöhen, den Umsatz steigern und die allgemeine Traction des Müsli-Mixers nachhaltig verbessern.

Generative Engineering: AI als Hebel für maximale Entwicklungsgeschwindigkeit
Um die ehrgeizige Vision des Müsli-Mixers in kürzester Zeit zu realisieren, wurde AI als messbarer Beschleuniger in jeder Phase der Wertschöpfung integriert – die gesamte konzeptionelle Arbeit betrug rund 80 % AI-Anteil. Was in einer klassischen Architektur laut mymuesli womöglich ein Jahr in Anspruch genommen hätte, wurde in Zusammenarbeit mit Etribes als Experte für skalierbare AI Projekte durch das "Generative Engineering" in wenigen Wochen geliefert.
In drei zentralen Use Cases trieb AI das Relaunch-Projekt entscheidend voran:
1. AI Prototyping mit Figma Make
Nach der Klärung der strategischen Routen mit dem mymuesli-Management wurde das UX-Konzept direkt in einem AI-Prototypen mit Figma Make umgesetzt. Das Besondere dabei: Dieser AI-Prototyp ließ sich wie eine interaktive Live-Website veröffentlichen und bedienen. Ohne AI hätte das Design-Team in der Konzeptionsphase zeitaufwendig und isoliert einzelne Clickflows testen müssen. Durch den AI-Einsatz stand sofort ein erlebbares Gesamtprodukt zur Verfügung, das tiefe Einblicke für die Feature-Optimierung lieferte.
Wie intensiv diese iterative Optimierung ablief, zeigt der Verbrauch von rund 300.000 Figma-Tokens für das schnelle Testen hunderter Design-Varianten – das reguläre Nutzer-Limit liegt bei nur 3.500 Tokens im Monat.
2. Automatisierte UX-Forschung und AI-Dokumentation mit Dovetail
Mit dem Live-Prototypen des mymuesli-Mixers konnten unter realen Bedingungen qualitative Testläufe mit acht Personen durchgeführt werden, um Fehler in der UX frühzeitig zu identifizieren. Die rund einstündigen Interviews wurden aufgezeichnet und anschließend mithilfe des AI-Tools Dovetail komplett automatisiert ausgewertet. Zudem generierte das Projektteam aus dem UX-Prototypen heraus User-Story-Entwürfe, die im PM-Tool Asana diskutiert und priorisiert wurden.
3. AI-basiertes Development Handover mit Claude Code
Der wohl größte Paradigmenwechsel betraf die Übergabe an das Development-Team. Traditionelle, kleinteilige Design-Files oder endlose Spezifikationsdokumente wurden überflüssig. Den mymuesli-Entwickler:innen – die parallel ein Onboarding zu Claude Code absolvierten – wurde lediglich die URL der fertigen Prototyp-Website übergeben. Diese Website konnten die Entwickler:innen mit ihrer AI crawlen und daraus die entsprechenden Spezifikationen und Code-Fragmente extrahieren. Ein klassisches, manuelles Handover fand nicht mehr statt, was die Time-to-Market signifikant beschleunigte.
Der Impact dieser AI-Hebel war enorm: Allein die Konzeptarbeit, die klassisch auf mindestens sechs Wochen geschätzt wurde, war in nur zwei Wochen vollständig abgeschlossen. Inklusive des Starts der Umsetzung und der Code-Entwicklung konnte das gesamte mymuesli-Projekt so in nur acht Wochen fertiggestellt werden.
Die richtige Balance im Generative Engineering
Der Relaunch des mymuesli-Mixers zeigt eindrucksvoll, dass generative AI Entwicklungszyklen massiv verkürzen kann. Doch ein ehrlicher Blick auf einen AI First Ansatz offenbart auch: Handwerkliche Präzision, Expertenwissen und menschliche Orchestrierung bleiben unerlässlich, um aus AI-generierten Entwürfen ein marktreifes Produkt zu formen.
80 % AI: Skalierung und Tempo in der Konzeption
Die Konzeption der reinen User Experience – von ersten User Flows bis hin zum funktionalen Wireframing – ließ sich durch AI-Tools in höchster Geschwindigkeit aufbauen. Auch im letzten Schritt, dem automatisierten Handover, wurden die finalen technischen Spezifikationen für das Development-Team nahezu vollständig von Claude und Figma Make generiert.
20 % Mensch: Orchestrierung als UI/UX-Brücke
AI-Modelle bauen effiziente funktionale Raster, generieren jedoch keine markenspezifischen Emotionen. An diesem Punkt war die handwerkliche Präzision unserer UX/UI-Expert:innen unerlässlich. Dieser menschliche Einsatz war aus zwei Gründen entscheidend: Zum einen mussten clevere Interaktionen definiert werden, die alle Probleme des anfänglichen UX-Audits zielgerichtet lösten und die Experience strategisch neu ausrichteten. Zum anderen galt es, die visuellen Kernelemente zu gestalten, um die konzipierte UX nahtlos mit dem mymuesli-Markenerlebnis zu verschmelzen. Erst nachdem durch das Design-Team diese strategische und visuelle „Baseline“ gesetzt worden war, konnte die AI wieder übernehmen und die finalen Dev-Spezifikationen sauber ausgeben.

Vom Konzept zur echten Wertschöpfung
Der mymuesli-Case beweist: Der Mehrwert von Künstlicher Intelligenz ist kein theoretisches Versprechen mehr – er ist marktbewährt und messbar. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet längst nicht mehr „Ob“, sondern „Wie bringen wir AI in die produktive Anwendung?“
Die Antwort liegt nicht in endlosen Proof-of-Concepts, sondern im Machen. Wie das Relaunch-Projekt zeigt, greifen auf dem Weg zur produktionsreifen Lösung vor allem zwei Hebel ineinander:
Generative Engineering für maximale Geschwindigkeit
Wer AI-Tools nicht als bloßes Gimmick, sondern als integralen Beschleuniger im Prototyping, Testing und Code-Handover einsetzt, verkürzt seine Time-to-Value drastisch. Aus Monaten werden Wochen.
Modulare UX-Templates für echten Business Impact
Technologisches Tempo entfaltet seine wirtschaftliche Wirkung erst, wenn es konsequent auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen einzahlt. Durch systematisch abgeleitete und skalierbare Story-Templates wird aus einem rein funktionalen Tool eine konvertierende Marken-Experience.
Genau an dieser Schnittstelle aus strategischem UX-Design und AI-gestütztem Development begleiten wir unsere Kund:innen. Wer technologische Hebel zielgerichtet umsetzt und zeitgleich ein belastbares Fundament aufbaut, sorgt verlässlich dafür, dass AI-Initiativen im gesamten Unternehmen erfolgreich skalieren.
Erfahren Sie auf unserer Service-Seite mehr darüber, wie unsere AI-Expert:innen Sie bei der konkreten AI-Implementierung und nachhaltigen AI Adoption unterstützen.
